titicaca„Ein kleiner Bolivianer, sein Name war José, er lebte froh und unbeschwert am Titicacasee“ – so Udo Jürgens in den 70er Jahren. Der Titicacasee ist etwa 15 ½ mal so groß wie der Bodensee, umgeben von schneebedeckten Kordilleren. Er liegt auf über 3.800 Meter über dem Meeresspiegel im „Altiplano“, der Hochebene der Anden und ist ein beliebtes Reiseziel in Peru und Bolivien. Vor allem die Sonneninsel ist ein magischer Ort. Leider lebt José heute nicht mehr so unbeschwert wie vor 45 Jahren. Die Wasserqualität nimmt rasant ab. Schuld daran sind neben den gewaltig gewachsenen Städten ohne Kläranlagen vor allem die vielen legalen und illegalen Minenbetriebe, die ihre Abwässer in den See leiten.

Mehrere am “Lago Titicaca” liegende Gemeinden haben nun beschlossen, Wasseraufbereitungs- und Kläranlagen zu installieren. Damit soll die anhaltende Verschmutzung durch umweltschädliche Faktoren wie Blei und Arsen verringert werden. Perus Präsident Ollanta Humala gab bekannt, dass seine Regierung sechs Wasseraufbereitungsanlagen mit rund 450 Millionen US-Dollar finanzieren wird. Das ist nicht viel für diesen Riesensee –  aber ein erfreulicher Anfang.