Meine Inspektionsreise Mexiko – Spannende Geschichten

Mexiko Stadt, Puebla, Oaxaca, San Cristobal de las Casas und Palenque. Ich konnte ja Mexiko, seine Landschaften, Menschen und Spezialitäten schon vor Jahren in Baja California und im Norden (Kupfercanyon und San Miguel de Allende) kennen- und lieben lernen. Es hat lange gedauert, aber nun habe ich auch im Süden während einer der kurzen, aber sehr intensiven Inspektionsreise Mexiko spannende Geschichten erlebt.

Die erste Überraschung

Mexiko Teotihuacan Inspektionsreise MexikoDie schon lange vor den Azteken erbaute Metropole Teotihuacan ist viel gewaltiger als in den kühnsten Träumen erwartet. Eine ewig lange Prachtstraße zieht sich durch das Gelände, umgeben von gewaltigen Pyramiden. Nachdem wir kurz vorher Rom besucht hatten, war der erste Kommentar in einer SMS nach Hause: „Das Forum Romanum ist ein kleines Dorf“.Danach ging es zu den Kolonialstädten Puebla und Oaxaca.

Essen und Trinken à la Mexiko

Inspektionsreise MexikoPrachtvoller Mexiko-Barock in den Kirchen, typisch mexikanisch pastellfarbene koloniale Zentren. Und dazu natürlich zahlreiche Kneipen und Restaurants mit den Spezialitäten Mexikos: Ich liebe „Chilaquile“ zum Frühstück (trockene Tortillareste mit Hühnchen, Tomatensoße, Zwiebeln, Käse). Und was man sonst noch so alles aus Tortillaresten zaubern kann, das ist phänomenal, schon die „Sopa Azteca“, eine Art Pfannkuchen- bzw. Flädlesuppe, eine Tomatensuppe mit in Streifen geschnittenen Tortillas und Avocado ist ein Traum. Apropos Avocado … hier gibt es Guacamole satt, in allen Lebenslagen. Und alles wird noch garniert mit Sauerrahm und Käse. Ja, deftig ist sie schon die Küche Mexikos, nicht umsonst sprengen die Körperdimensionen der Mexikaner sogar diejenigen der US-Amerikaner. Wer es gerne scharf hat, so wie ich, den locken die feinsten Chili-Sorten, wie z.B. die geräucherten und eingelegten „Chipotles“.
Übrigens, mein absolutes Lieblingsgericht ist „Pollo en Mole Poblano“, das berühmte Hähnchen in Schokoladensauce, zum Dahinschmelzen gut.

Getränke in Mexiko, na klar: Tequila, Mezcal mit Wurm, Margaritas in allen Geschmacksrichtungen, superfeiner Kaffee, lecker Bier, vom leichten Corona über Tecate, Negra Modelo bis hin zum dunklen, malzigen Bohemia. Und Wein – wer weiß schon, dass im Norden der Baja California hervorragende Tropfen entstehen. Alkoholfrei: selbstgemachte Limonade und „Rosa de Jamaica“ , eine Art Limonade aus kräftigem Hibiskustee.

Inspektionsreise MexikoNahe Oaxaca mussten wir natürlich Monte Albán, die ehemalige Hauptstadt der Zapoteken besuchen – und den „Árbol de Tule“, den dicksten Baum der Welt, ein wahrer Gigant, eine Sumpfzypresse (Taxodium mucronatum). Eine ganze Schulklasse von Kindern ist nötig, um den Stamm zu umfassen.

„Übersichtliche Stimmung“ in Chiapas

Von San Cristobal und San Juan Chamula war ich eher ein bisschen enttäuscht. Irgendwie ist die Stimmung der indianischen Dörfer in Chiapas anders als in Guatemala. Unser örtlicher Reiseleiter und eine Freundin in Guatemala konnten das Gefühl bestätigen. In Guatemala ist alles netter und freundlicher, es wird viel mehr gelacht. In Chiapas – obwohl der gleiche Kulturkreis – ist die Atmosphäre eher gedrückt und feindselig. Und das, obwohl die Indianer Guatemalas viel mehr unter der Militärjunta gelitten haben.

Inspektionsreise MexikoDie Wasserfälle von „Agua Azul“ kann man inzwischen wieder besuchen, vor kurzem galt hier noch eine Reisewarnung wegen Überfällen. Leider war das Wasser nicht glasklar und türkisblau wie man es von vielen Bildern kennt, sondern schlammig und trüb. Eine Folge des letzten starken Erdbebens.

Der krönende Abschluss unserer Inspektionsreise Mexiko war die Maya-Metropole Palenque, eine wunderschön restaurierte Anlage in einem tropischen Park,  ähnlich und doch wieder anders als die früher schon bereisten Mayaruinen von Tikal (Guatemala) oder Cobán (Honduras).

Euer Ruppert-Botanikus-Küchenfeerich
Robert Kraus

PS: Wer mehr Bilder dieser Reise sehen möchte: Hier noch der link zur Fotogalerie