757px-Locro_de_papaNa, und dann darf ein Rezept nicht fehlen – und typisch für Ecuador ist ein ganz simples Gericht: KARTOFFELSUPPE – wie man sie beispielsweise in einem der gemütlichen Restaurants im Stadtviertel La Ronda in Quito (siehe Foto) finden kann. „Locro“ ist übrigens ein Wort aus dem Quechua und „Papas“ sind Kartoffeln, keine Päpste.

Ein wichtiges Gewürz ist ACHIOTE, mit dem man nicht nur das Gesicht bemahlen, sondern den man auch unter das Essen mischen kann. Man kann ihn evtl. als ANNATO im Asia Shop finden. Wenn nicht, dann hilft vielleicht ein Gulasch-Geheimnis meiner Oma um die rote Farbe hinzubekommen: in Butter aufgeschäumtes Paprikapulver edelsüß, am Ende kurz mitgekocht.

Man nehme:
– 6 mehlige und 6 festkochende Kartoffeln in Würfeln
– 2 EL Öl
– 1 Zwiebel und 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
– etwas Kreuzkümmel (wers mag) und Annato (wers findet)
– 1 1/2 l Wasser und 1/4 l Milch (oder Sahne)
– 1 Päckchen Mozzarella, klein geschnitten oder gezupft (als Ersatz für den typischen ecuadorianischen Käse)
– natürlich etwas Salz und nach Belieben Chili, Koriander- oder Petersilienblätter

Es geht los:
– zuerst Zwiebeln, Knoblauch, (Chili), Kreuzkümmel und Annato leicht im Öl anbraten;
– die HÄLFTE der Papas dazu, noch kurz mitbraten, dann mit Wasser aufgießen, salzen;
– Kartoffeln weichkochen und stampfen;
– nun kommt die zweite Hälfte der Kartoffeln dazu, nochmals weichkochen;
– am Ende die Hitze reduzieren, mit Milch (Sahne) nochmal kurz aufkochen, Petersilie, Koriander und Mozzarella dazu, abschmecken – fertig.

Nun, am Ende kann man das noch nach Lust und Laune garnieren, z.B. mit:
– feingehackten Frühlingszwiebeln,
– einem gekochten Maiskolben,
– gewürfelten reifen Avocados,
– Mozzarella-Würfelchen,
oder was einem gerade noch so einfällt.