christmas-tree-708003_960_720Gerne kann ich ein bisschen erzählen, wie wir in meiner Heimat Bolivien das Weihnachtsfest feiern.

Für die Stadtmenschen (vor allem in La Paz und Santa Cruz) ist Weihnachten eine sehr christliche und – genauer gesagt – katholische Festlichkeit! Das sind die Feiern, die ich kenne, während ich wenig darüber weiß, wie und ob die Leute im Amazonasgebiet oder in „ländlichen“ Gegenden Weihnachten feiern. Generell wird sehr amerikanisch gefeiert, auf jeden Fall sehr westlich!

Der Weinhnachtsbaum wird Ende November besorgt, viele kaufen einen Plastik-Tannenbaum. Und es wird sehr übertrieben geschmückt. Manche suchen sich bestimmte Farben aus für die Weihnachtskugeln, sie symbolisieren die Gebete während der Adventzeit:
blaue Kugeln für die Reue, silberne für Dankbarkeit, goldene für Lobpreisung und rote Kugeln für eine Bitte.

Man baut auch die Weihnachtskrippe mit Jesuskind und allem drum und dran.

Was sehr typisch und vielleicht mit den Stollen zu vergleichen, ist der Paneton! Ein Süßbrot mit vielen Rosinen und Trockenfrüchten, fast wie in Italien. Oder auch Buñuelos mit Zuckerrohrsirup übergossen.

Weihnachten ist in Bolivien ein Familienfest und mit Familienfest meine ich von der Oma bis zur prima de cariño … also alle Verwandte und auch enge Freunde der Familie.

Sehr gläubige Bolivianer gehen am 24. Dezember abends zum Gottesdienst. Danach Abendessen und Bescherung. Es gibt andere, die die Geschenke erst am 25. Dezember verteilen. Viele essen Truthahn im Ofen gebacken (wie Thanksgiving in Amerika). Sehr typisch für das Hochland ist die Picada Navideña, eine Art Eintopf mit Mais, Schweinefleisch/Rindfleisch, Erbsen, Kartoffeln, Tomaten, Karotten etc.