Eine Reise in das Xingu Indianerreservat
Einblicke in eine völlig andere Welt – Privileg und Gewinn für jeden.

Xingu Indianerreservat

Touren ab/bis Brasília od. ab Brasília/bis Cuiabá
Gruppengröße: 4-7 (9) Personen

Das Xingu Indianerreservat liegt in der geografischen Mitte Brasiliens am Oberlauf des Rio Xingu. Von ersten Kontakten mit verschiedenen dort lebenden Völkern berichtete der Berliner Forscher Karl von den Steinen nach seinen Expeditionen 1883 und 1887. Dank des persönlichen Einsatzes der Brasilianer Orlando, Leonardo und Claudio Villas-Boas entstand 1961 mit dem Xingu Indianerreservat ein großflächiges Schutzgebiet. Auf Grund dessen können die Indianer Xingu Indianerreservatweitgehend ohne fremde Einflüsse in ihrer eigenen Kultur leben.

Trotz unterschiedlicher Sprachen haben die hier lebenden Stämme große Ähnlichkeiten in ihren Sitten und Gebräuchen. Gleiches gilt für die Art und Weise, die Welt zu betrachten. Inzwischen profitieren sie gegenseitig von einer Art Tauschmarkt (Moitará), auf dem ein in der Herstellung von Keramik versiertes Volk wie die Waura zum Beispiel die besonders guten Bogen des Volkes der Kamayurá eintauscht. Oder Spezialisten für das Flechten von Qualitätshängematten (Suyá) erhandeln Halsschmuck vom Kalapalo-Stamm . Darüber hinaus verbinden sich die einzelnen Stämme auch durch Heiraten und gemeinsam abgehaltene “interdörfliche“ Rituale. Trotzdem nimmt jede dieser Gruppen für sich in Anspruch, ihre besondere ethnische Identität zu bewahren. Selbst wenn der wirtschaftliche und zeremonielle Austausch der “Gesellschaft des Oberen Xingu“ gefeiert wird, so versäumen sie nicht, auch ihre individuellen Unterschiede herauszustellen.

Das Projekt und Touren in das Xingu Indianerreservat

Xingu IndianerreservatUnser Partner Josef Köpf hat 2006 erstmals ein Filmteam aus Deutschland zum Stamm der Kalapalo geführt. In der Folge hat er mit der Indianerbehörde FUNAI ein Projekt entwickelt, das den Besuch bei den Stämmen im Xingu Indianerreservat auf Grundlage fester Regeln ermöglicht. Deswegen war bis 2016 jeder Besuch nur mit einer Sondergenehmigung des Präsidenten der FUNAI möglich. Inzwischen haben die im Schutzgebiet lebenden Indianer zusammen mit Herrn Köpf und der FUNAI eine geregelte Besuchsmöglichkeit geschaffen. Dadurch sollen illegale Eintritte in das Schutzgebiet von dritter Seite besser vermieden werden. Bei diesem Projekt sind die Vergütungen für die Indianer, die notwendige Dokumentation, die Verhaltensregeln, die Aufenthaltsdauer und die Reiserouten eindeutigXingu Indianerreservat definiert. Denn es geht auch und gerade darum, den Indianern eine Einnahmequelle zu schaffen, die im Einklang mit ihrer Kultur und Umwelt steht.

Dieser Verantwortung sind wir uns bewusst und danach sind diese Besuche auch ausgelegt. Deswegen sind diese auch  auf wenige, abgestimmte Termine beschränkt. Dafür kommen die Teilnehmer auch in den Genuss eines einmaligen Erlebnisses.

  • Begegnung mit indigenen Völkern, die eine vorsichtige Annäherung zur Außenwelt suchen
  • Teilnahme an Festen und Ritualen und Einblicke in ihre spirituelle Welt
  • Kennenlernen der reichhaltigen Kultur der Xingu-Indianer, deren Feldarbeit, das Fischen und die sehr schönen Kunsthandwerksgegenstände wie Schmuck, Keramiken, Flechtarbeiten und Hängematten

Touren und Termine:

Für 2018 sind keine Buchungen mehr möglich. Die nächsten Expeditionen finden voraussichtlich 2019 wieder im August und Oktober zu den Festen in dieser Zeit statt. Die Vereinbarungen mit den Stämmen  über einen Besuch werden im letzten Quartal 2018 abgeschlossen. Wenn Sie sich für dieses Expeditionen interessieren, dann schicken Sie uns eine E-Mail an marketing@ruppertbrasil.de. Sobald die Termine feststehen, informieren wir Sie dann umgehend.

Zu Ihrer Information finden Sie hier Beschreibungen der vergangenenen Expeditionen, deren Programm die Expeditionen für 2019  ähneln werden.

Beispiel August-Expedition Tourbeschreibung
ab EUR 4.190,- p.P.

Beispiel Oktober-Expedition Tourbeschreibung
ab EUR 3.180,- p.P.

K640_Xingu Jaguar im Fluss
Xingu Indianerreservat

Was Sie wissen sollten!

Eine Reise zu den Xingu-Indianern ist keine Tour für den „Otto Normalverbraucher“! Deswegen müssen Sie eine ganz Portion Toleranz mitbringen, sich auf Unwägbarkeiten einstellen und vor Ort Verhaltensregeln beachten. Übernachtet wird in Hängematten mit Moskitonetz in einer Oca (Indianerhaus). Jedoch kann auf Wunsch die Übernachtung auch im Zelt erfolgen. Auf Grund der Gegebenheiten ist die Verpflegung sehr einfach (Tee, Wasser, Milchpulver, Saft, Kekse, Nudeln, Reis, Suppen). Außerdem gibt es öffentlich einsehbare Wasserhähne vor den Hütten. Jedoch werden auch eine Dusche und Chemietoilette (inkl. Zelt) bereitgestellt. Jegliches fotografieren in den Indianersiedlungen muss unbedingt und jeweils mit dem Führer abgesprochen werden und bedarf dessen Einverständnis. Filmen bedarf einer Sondergenehmigung. Auf Grund der Besonderheiten der Reise muss jeder Teilnehmer über eine Reiserücktrittskostenversicherung und Versicherung für ärztliche Versorgung inkl. Luftrettung im Ausland mit Rücktransport verfügen.

Weitere Details erhalten Sie mit Ihrer Buchung. Außerdem müssen Teilnehmer bei Reisebeginn eine schriftliche Erklärung unterzeichnen, mit der Sie sich zur Einhaltung aller Vorschriften und Verhaltensregeln verpflichten.

ALLE AUFNAHMEN, FILM – FOTO – VIDEO – AKUSTISCHE AUFZEICHNUNGEN DÜRFEN NUR ZU PRIVATEN ZWECKEN VERWENDET WERDEN! JEDE KOMMERZIELLE VERWENDUNG BEDARF EINER SONDERGENEHMIGUNG!

Xingu Indianerreservat