Von: Fam. Spiegel Gesendet: Montag, 8. Februar 2016 16:13
An: RuppertBrasil – Info
Betreff: Reise Spiegel, W.-D. u, H. z Hd Fr Schnitzspahn

Liebe Frau Schnitzspahn,

eine grandiose Reise geht ihrem Ende entgegen. Bevor wir die Heimreise antreten möchten wir ein herzliches Dankeschön und ein großes Komplimentzu Ihnen senden. Es ist Ihnen perfekt gelungen unseren Geschmack zu treffen. Die Auswahl der Unterkünfte konnte besser nicht sein. Wir haben die Vielfalt und die zum Teil sehr persönliche Atmosphäre an allenTeilzielen sehr genossen. Ibera begeisterte mit zahllosen Vogelarten undbesonderen Einblicken in die großartige Natur vom Boot aus. Chiloebrachte ganz andere Eindrücke als Kontrast zu dem anfangs Erlebten. Das Wetter war uns wohlgesonnen und wir konnten diesmal den Torres del Paine NP bei herrlichem Sonnenschein und klarer Sicht genießen. Als besonderes Highlight der Reise haben wir die Falklandinseln empfunden. Die Einsamkeit am Ende der Welt zu erfahren, die großartige Tierwelt zu erleben und von der Freundlichkeit der Menschen dort zu profitieren wird unvergessen bleiben, zumal es speziell dafür einen Anlass gab. Die Ankunft auf Stanley war für uns etwas ernüchternd, denn wir standen ohne Gepäck in einer Region extremen Klimas! Lan Chile hatte einige Gepäckstücke aus dem Flieger entfernt, da dieser zu schwer war. Leider auch unseres. So standen wir ohne Medikamente, ohne Kleidung (außer den Anoraks, die wir zum Glück anhatten und Gott sei Dank der Fotoausrüstung) und ohne Aussicht auf Erhalt unserer Sachen, da der Flieger bekanntlich nur einmal pro Woche geht. Die Verunsicherung steigerte sich noch, da anschließend die Sachen auch dringend für die Schiffstour gebraucht wurden. Dank des überaus großen Engagements der örtlichen Reiseagentur (Jenny Sol ) und der selbstlosen Hilfe wildfremder Menschen, die uns Kleidung borgten, haben wir die Woche schließlich unbeschwert genießen können. Nun bleibt nur noch die Frage nach den Zusatzkosten mit Lan zu klären. Dieses Wölkchen über unserem ansonsten blauen Reisehimmel hat uns aber nicht aus der Bahn geworfen, zumal wir so viel Hilfe erfahren durften. Die Schiffstour war zum Teil typisch patagonisch, was das Wetter anbelangt und von ausgezeichnetem Service und tollen Erlebnissen wie der Besteigung von Kap Hoorn, die das Wetter uns erlaubt hatte (Gott Lob), geprägt. Was wäre Kap Hoorn bei Sonnenschein und blühenden Blumen? Unsere pünktlich zurückerhaltene Schlechtwetterausrüstung hat ihre Bewährung erfahren. In wenigen Stunden werden wir die Heimreise in Angriff nehmen. Unzählige Fotos und unvergessliche Erlebnisse nehmen wir mit. Ihnen nochmals ein besonderer Dank für die perfekte Organisation.

Es grüßen herzlich

Fam. Spiegel