Argentinien & Chile · Oktober/November 2014
Hallo Herr Holzmann,

ich komme leider erst jetzt dazu, Ihnen von unserer Reise zu berichten. Es war ein toller Urlaub. Wir wurden von unseren örtlichen Reiseleitern sehr gut betreut.

In Santiago hatten wir bei sommerlichen Temperaturen einen Tag lang Gelegenheit, die Stadt kennenzulernen.

In Puerto Montt / Puerto Varas, einen Tag später, war es schon merklich kühler. Leider war aufgrund des sehr wechselhaften Wetters nicht so viel von der herrlichen Gegend zu sehen. Am Tag 4 sind wir gegen 5.30 Uhr gestartet,
die Fahrt mit der Fähre ab Hornopiren war kein Problem. Danach warteten wir im Auto mehrere Stunden auf die 3. Fähre nach Caleta Gonzalo. Abends gegen 20 Uhr wurde es zur Gewissheit, die Fähre fährt auf Grund des schlechten Wetters nicht. Wir hatten somit keine Chance unsere Unterkunft in Yelcho zu erreichen, sind wieder zurück zur Fähre 2 und haben dort die Nacht verbracht (im Auto wollten wir nicht bleiben). Fähre 2 fuhr allerdings nachts wieder zurück nach Hornopieren.
Am nächsten Tag zur gleichen Zeit ging es von dort wieder los. Wir hatten einen ganzen Tag verloren. Die Stimmung war auf dem Nullpunkt. Zum Glück fuhr jetzt die Fähre 3 nach Caleta Gonzalo, in Chaiten waren wir gegen 21 Uhr. Dank Salvatore, unserem Guide, haben wir die Casa Ludwig gegen 1.30 Uhr erreicht. Er ist die ca. 200 km nach Puyuhuapi nachts noch gefahren. Wir waren froh und glücklich endlich da zu sein.

Am nächsten Tag wurden wir mit blauem Himmel und Sonnenschein entschädigt und konnten das erste Mal die herrliche Gegend genießen. Wir waren wieder im Zeitplan, die Reise ist ab jetzt entspannt weiter verlaufen.

Die Wanderungen im Queulat NP und zum Gletscher Exploradores waren eine gute Abwechslung. Bei idealen Bedingungen haben wir viel von der imposanten Natur gesehen.

Der nächste Höhepunkt war das Fitz Roy Massiv. Wir haben die geplante leichte Wanderung etwas ausgedehnt und sind bis zum Lago de Los Tres aufgestiegen. Der Wind war extrem, es hat sich aber trotzdem gelohnt.

Am Perito Moreno Gletscher hatten wir weniger Glück. Es war bewölkt und regnete etwas. Für die ganz tollen Bilder fehlte das Licht. Wenn man so dicht davor steht, sieht man wie riesig der Gletscher ist. Das war sehr beeindruckend.

Danach ging es in den NP Torres del Paine. Das Wetter wurde immer schlechter. Wir kamen schon bei Regen an. Von den Türmen war leider nicht viel zu sehen. Es machte auch keinen Sinn, wie geplant zu den Füßen der Türme zu wandern. Alternativ dazu hat uns Salvatore zum Grey Gletscher und zum Salto Grande gefahren. Das war sehr interessant, zumal wir einen so extremen Wind wie am Salto Grande noch nicht erlebt hatten. Nachmittag beim Picknick an der Laguna Azul sah es schon besser aus. Richtig gut war es am nächsten Morgen. Die Türme zeigten sich bei strahlend blauem Himmel. Es war noch ausreichend Zeit Fotos zu machen.

In Punta Arenas angekommen, haben wir uns noch die Stadt angesehen. Am nächsten Tag begann die Kreuzfahrt. Das Schiff und vor allem der Service waren sehr gut. Die Wanderungen waren auch sehr interessant. Am Pia Gletscher sind die Wege allerdings so schlammig gewesen, dass man Gummistiefel brauchte. Die konnten wir uns zum Glück auf dem Schiff ausleihen. Glück hatten wir auch am Kap Horn. Wir sind dort angelandet und haben einen kurzen Spaziergang auf der Insel am Ende der Welt gemacht.
Ein kleiner Hinweis: Wenn beim Ausbooten die See stürmisch ist, braucht man wasserdichte Kleidung. Imprägnierte Sachen helfen da nicht viel.

Zum Abschluss möchte ich noch erwähnen, dass uns die familiäre Atmosphäre in den Unterkünften, die Sie herausgesucht hatten, sehr gefallen hat. Man ist schnell mit den Einheimischen in Kontakt gekommen. Das war sehr angenehm.

Mit freundlichen Grüßen
G. L.