Peru · Januar 2015
Hallo Herr Holzmann,

vielen Dank für Ihre Email, ohnehin wollte ich mich die Tage melden. Wir hatten wirklich sehr interessante Tage in Peru und erinnern uns sehr gern zurück (na ja, bis auf das kleine Magen/Darm Problem, das uns in den letzten zwei Tagen dann doch noch erwischt hatte, was aber ohne größere Schwierigkeiten vorbei ging).

Es gibt sehr viel Positives zu berichten, ich will nur herausheben die Organisation in Cusco, die wirklich klasse war. Hier hat alles funktioniert, sowohl die Transporte als auch die Ausflüge und Besichtigungen. Wir sind auch sehr froh, dass wir in der Sanctuary Lodge übernachtet haben. Die Lage ist eben einzigartig. Wir bekamen als Upgrade anstatt eines Dreibettzimmers sogar zwei Deluxe-Zimmer mit Terrasse. Dazu ein Verbesserungsvorschlag: Mitarbeiter des Hotels haben uns in Aguas Calientes das Gepäck abgenommen und direkt ins Hotel gebracht. Das wäre ein guter Tip im Voraus gewesen, denn dann hätten wir etwas geschickter das Gepäck verteilt; so hatte jeder von uns in seinem Rucksack alles für die Übernachtung, anstatt das etwas geschickter zu verteilen.

Kritik müssen wir aber auch anbringen: die Organisation in Paracas war leider überhaupt nicht zu unserer Zufriedenheit. Pünktlich um 6.00 Uhr am Neujahrsmorgen fuhren wir mit dem Bus von Lima nach Pisco. Dort angekommen, dauerte es geschlagene zwei Stunden und einige Telefonate mit dem Guide aus Lima (der mir zum Glück seine Nummer gegeben hatte), bis der örtliche Guide auftauchte (von Buganvilla Tours). Er erzählte irgendetwas von einer Sperrung der Hauptstrasse und daher habe er laufen müssen. Das konnte aber nicht stimmen, denn mittlerweile kamen viele Autos aus der Richtung und er brauchte noch einmal eine Stunde, um einen Wagen aufzutreiben, der uns ins Hotel brachte. Unser Eindruck war ganz klar, dass wir einfach vergessen worden waren. Am nächsten Morgen dasselbe Spiel: er hatte uns mehr gesagt gehabt, dass wir um 7.40 abgeholt werden (Fahrt Islas Ballestas), um 8.15 Uhr kam ein Buganvilla-Bus, der uns aber erst nicht mitnehmen wollte, weil wir nicht auf seiner Liste standen. Nach einigem Hin und Her nahm er uns mit und an der Bootsanlegestelle trafen wir dann besagten Guide, der auch hier wieder komplett überfordert wirkte. Es war dann ziemlich hektisch, nach der Bootstour den Bus nach Arequipa noch zu bekommen.

Der Flug über die Nasca-Linien ist aus unserer Sicht klar zu empfehlen, denn vom Boden aus sieht man eigentlich nichts. Die Flugzeuge und Piloten machten einen absolut professionellen Eindruck und der Flug war einwandfrei.

Unbedingt empfehlenswert ist auch die Fahrt mit dem Zug von Puno nach Cusco.

Ein kleines Problem hatten wir in Chivay, als meine Frau stark an der Höhenkrankheit litt und das Hotel meinte, sie sollte sich im Centro de Salud anschauen lassen. Es war dann nichts besonderes, aber da wir keine Kontaktdaten des Guides hatten, der die Canyon de Colca Tour mit uns machte, war die Verständigung mit Taxifahrer, Krankenschwester und Arzt mit meinen leider begrenzten Spanischkenntnissen nicht einfach. Ich hätte mir sonst die Freiheit genommen, den Guide anzurufen und um Unterstützung zu bitten.

Und noch ein letzter Punkt: das Casa Andina Classic in Arequipa war mit Abstand das schlechteste Hotel der Reise. Im Nachhinein weiß ich nicht mehr, warum wir nicht das Sonesta Posadas del Inca genommen haben, was zu Anfang in Ihrem Angebot stand. Vielleicht sind dort auch alte Zimmer mit winzigen Bädern, keinem Schrank und keiner Abstellmöglichkeit wie in dem Casa Andina, aber zumindest wäre die Lage viel besser gewesen.

Damit aber kein falscher Eindruck entsteht, die Reise war wirklich toll, die Touren waren klasse, das Wetter hat mitgemacht und wir haben fantastische Eindrücke gewonnen. Die Kritik oben ändert daran überhaupt nichts und kann die ganz überwiegend positiven Eindrücke in keiner Weise schmälern.

Mit freundlichen Grüßen
T. W.