Gelbfieberimpfung – Informationen für Südamerika

/, LatinoBlog/Gelbfieberimpfung – Informationen für Südamerika
  • Gelbfieberimpfung

Gelbfieferimpfung - ein wichtiges Thema

Plädoyer für den Impfschutz

Momentan ist auf Grund eines Todesfalles, über den die Presse berichtet hat, das Thema Gelbfieber bzw. Gelbfieberimpfung wieder in den Vordergrund getreten. Was dieser Fall, bei dem es um drei junge Menschen gehandelt soll, drastisch zeigt, wie wichtig der Impfschutz in diesem Fall ist. Denn alle 3 Personen waren nicht geimpft, was einem jungen Mann das Leben gekostet hat.

Auch wenn normalerweise das Risiko für den Reisenden ausgesprochen gering ist und überhaupt nur ca. 15% der infizierten Personen einen schweren Verlauf der Erkrankung erleiden, so sollte man doch auch das kleinste Risiko ausschalten, wenn dies, wie es bei Gelbfieber der Fall ist, sicher vermieden werden kann.

Gelbfieberimpfung – Das Wichtigste vorab:

Wir empfehlen vor diesem Hintergrund bei Reisen in auch nur potentiell gefährdete Gebiete die vorsorgliche Gelbfieberimpfung. Sie sollten/müssen sich zwar von einem Tropenmediziner beraten lassen, aber die Gelbfieberimpfung bereitet gesunden Menschen normalerweise keinerlei Probleme. Und im Gegensatz zu früher muss die einmalige Impfung auch nicht mehr nach 10 Jahren wiederholt werden, sondern diese Impfung gewährt lebenslang sicheren Schutz. Dabei spielt aus unserer Sicht auch keine Rolle, dass bei Einreise von Europäern in Südamerika keine Impfpflicht besteht. Denn das hat nur damit zu tun, dass in Europa Gelbfieber nicht auftritt und es sich auch in den betroffenen Ländern bei Gelbfieberfällen zumeist um Einzelfälle, weniger um Epidemien handelt.

In folgenden Ländern in Mittel- und Südamerikas tritt nach den Angaben der Weltgesundheitsorganisation Gelbfieber auf: Bolivien, Brasilien, Ecuador, Französisch Guayana, Guyana, Kolumbien, Panamá, Perú, Surinam, Venezuela, Trinidad und Tobago.

Gelbfieber ist …Gelbfieberimpfung

Gelbfieber ist eine schwere Virusinfektion, die durch eine Stechmückenart (Aedes Aegypti) übertragen wird. Nur am Rande – das ist die gleiche Stechmücke, die auch den Zika-Virus übertragen hat.

Ein schneller Fieberanstieg geht mit Kopf-, Muskelschmerzen, Übelkeit einher, häufig begleitet von verlangsamtem Puls und Bindehautentzündung. Nach 3 bis 4 Tagen lassen die Symptome nach und die Mehrzahl den Infizierten haben dann das Gelbfieber hinter sich. Bei ca. 15 bis 20% der Betroffenen kommt es aber nach einer kurzen Erholung von vielleicht einem Tag gelangt zur 2 Phase der Erkrankung mit teilweise dramatischen Folgen und echter Lebensgefahr.

Warum die Gelbfieberimpfung so wichtig ist, erschließt sich auch, wenn man weiß, dass es gegen Gelbfieber keine Medikamente und auch keine die Ursachen bekämpfende Therapie gibt.  Die Behandlung beschränkt sich auf die intensivmedizinische Bekämpfung der Symptome.

Wenn Sie sich genauer informieren wollen, können Sie das am Zuverlässigsten auf der Informationsseite des Robert-Koch-Instituts.

Noch eine allgemeine Bemerkung zum Thema Impfung und Fernreisen

Es ist auf jeden Fall sinnvoll, sich vor einer Reise in tropische Regionen mit dem Thema zu befassen. Der richtige Ansprechpartner ist dabei ein Tropenarzt oder Tropeninstitut, wobei ein reiseerfahrener Hausarzt sicher auch helfen kann.

Wir können und wollen uns als „Nichtärzte“ auch nicht in fremde Fachgebiete einmischen, sondern können nur unsere Einschätzung auf Grund vieler eigener Reisen über Jahrzehnte hinweg äußern. Wichtig ist sicher, dass auch auf Fernreisen z.B. Impfschutz für Polio und Tetanus vorhanden sein sollte. Man sollte ansonsten einen reisebedingten Impfschutz ganz konkret nach dem eigenen Reiseziel mit dem Arzt abstimmen und es dabei auch nicht übertreiben. Denn bei manchen Listen, die kursieren, befällt einen das Gefühl, dass es nicht um Urlaubsreisen, sondern um „Überlebenstraining“ geht.

Wir haben Ihnen einige Seiten zusammengestellt, auf denen Sie sich über das Thema Impfungen informieren können.

Die “normalen” Risiken

Was man bei all dem nicht vergessen sollte: Die größten „Risiken“ bei Reisen in tropische Gefilde sind, wenn auch ganz unspektakulär, Erkältungen, Durchfall, Sonnenbrand und in manchen Regionen Moskitostiche. Erkältungen sind zumeist Folge der Klimaanlagen, vor allem, weil gerade Hotels und Restaurants gelegentlich „strenge“ Kühle als vornehm ansehen. Daher auch der Ratschlag, immer einen dünnen Pulli mitzunehmen, damit man am Ende eines Essens nicht leicht „tiefgefrostet“ das ach so vornehme Restaurant verlässt. Für Durchfall sollte man entsprechende Mittel in der Reiseapotheke mitnehmen und vielleicht an den ersten Tagen der Reise eine gewisse Vorsicht walten lassen. Sunblocker und etwas Vorsicht vermeidet Sonnenbrände und ein langärmliges Hemd und ein Mückenschutzmittel entschärft das Thema Moskito.

2018-10-30T06:42:25+00:00
Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen mehr Benutzerfreundlichkeit bieten zu können.
Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr erfahren
OK