Faszinierende Observatorien in Chile La Silla und Paranal
Chile ist eines der besten Länder der Welt, um den Nachthimmel zu erleben. Die extrem trockene Atacama‑Wüste, wenig Lichtverschmutzung und stabile Wetterbedingungen schaffen perfekte Voraussetzungen für die modernsten Observatorien des Planeten. Während viele andere Forschungseinrichtungen – wie das berühmte ALMA‑Observatorium – für den normalen Tourismus weiterhin geschlossen sind, gibt es zwei erstklassige Observatorien in Chile La Silla und Paranal, die Besucher noch regelmäßig empfangen. Beide bieten völlig unterschiedliche Einblicke in die Spitzenforschung der Europäischen Südsternwarte (ESO). Diese Observatorien in Chile sind Ziele für Reisende, die Erlebnisse suchen, die über klassische Sightseeing‑Routen hinausgehen und echte Inspiration bieten. Deswegen wollen diese und die Möglichkeiten, diese zu besuchen, hier vorstellen. Wir zeigen Ihnen aber auch, wie Sie auf andere Weise selbst den Himmel über Chile entdecken können.

La Silla – Klassisches ESO‑Observatorium seit 1960er‑Jahren
La Silla – Pionier der südlichen Sternenforschung. La Silla ist das älteste große Observatorium der ESO und seit den 1960ern fester Bestandteil der internationalen Astronomie.
Warum La Silla einzigartig ist
- Heimat berühmter Instrumente wie dem 3,6‑m‑Teleskop mit HARPS, einem der wichtigsten Exoplaneten-Spektrographen der Welt.
- Klassische, geschichtsträchtige Architektur mit zahlreichen Kuppeln – das pure Astronomie‑Feeling.
- Ein interessanter Besuch für alle, die die Entwicklung moderner Astronomie nachvollziehen möchten.
Öffnungszeiten
- September–März: Samstags 10:00 & 14:00 Uhr
- April–August: Samstags und sonntags jeweils um 10:00 Uhr
- Voranmeldung erforderlich

Paranal – Very Large Telescope (VLT)
Das Paranal‑Observatorium ist die Heimat des Very Large Telescope (VLT) – des leistungsstärksten optisch-infraroten Observatoriums der Welt.
Was macht Paranal so besonders?
- Vier gigantische 8,2‑Meter‑Teleskope bilden das Herz des VLT.
- Das Gelände wirkt wie eine Mond- oder Marslandschaft: trocken, abgeschieden, futuristisch.
- Die Besucherführung zeigt u. a. das moderne Besucherzentrum, die Plattform mit den gigantischen Teleskopen, eine der Teleskopkuppeln von innen sowie die Kontrollräume.
Öffnungszeiten
- Nur samstags um 10:00 und 14:00 Uhr
- Voranmeldung erforderlich
Ein kurzer Vergleich der Observatorien La Silla Paranal
So verschieden die beiden Observatorien auch sind, so bieten doch beide Erlebnisse, die tiefe Einblicke über den Alltag hinaus ermöglichen. Für die meisten Reisenden wird sich ein Besuch von La Silla anbieten, da sich dieser nicht nur von La Serena aus leichter im Rahmen einer Chile-Reise einbauen lässt, sondern auch nachvollziehbarer wissenschaftliche Geschichte der Astronomie und die Funktion klassischer Kuppelteleskope näherbringt. Demgegenüber ist Paranal nur über Antofagasta, das schwerer in Touren einzubauen ist zu erreichen. Wer aber modernste Beobachtungstechnik der Welt sehen will, ist hier sicher richtig. Technikliebhaber, Wissenschaftsinteressierte und Fotografen sind hier gut aufgehoben. Bezeichnend ist, dass die Umgebung auf 2600 m Höhe und die High‑Tech‑Atmosphäre dazu führt, dass Gäste Paranal oft als „Hollywood‑Science‑Fiction in echt“ beschreiben. Auf jeden Fall offenbaren die Observatorien La Silla und Paranal die Welt derjenigen, die den Himmel wissenschaftlich erforschen.
Und wenn Sie selbst die Sterne entdecken wollen …
Wer selbst den Himmel erkunden will, kann dies sowohl von La Serena als auch von San Pedro de Atacama aus. Von La Serena bieten wir Ausflüge zu einem privaten Observatorien, mit deren Profiteleskopen Sie den einzigartigen Himmel des Süden betrachten können. Auch in der Atacama ist dies ohne Problem möglich. Entweder auf einer abendlichen Astronomie-Tour oder in Hotels wie z.B. dem Explora Atacama, die über eigene private kleine Observatorien verfügen.