In den vergangenen zwei Wochen durfte unser Reiseexperte Ole Potinius auf eine unvergessliche Entdecker-Reise durch Costa Rica gehen. Gemeinsam mit unseren fantastischen Kollegen vor Ort und in einer kleinen, internationalen Gruppe hat er die pulsierende Vielfalt dieses Naturparadieses erkundet. Lassen Sie sich von seinen Eindrücken mitreißen und inspirieren!

Anreise ins Paradies

Die Vorfreude begann bereits am Mittag in Frankfurt: Mit einem komfortablen Non-Stop-Flug der Lufthansa ging es direkt nach San José. Nach 12 Stunden über den Wolken landete ich am Abend in einer anderen Welt. Der Juan Santamaría International Airport empfing mich topmodern und perfekt organisiert. Die Einreise war ein Kinderspiel, und kaum eine halbe Stunde nach der Landung saß ich schon im Transfer – der perfekte, stressfreie Auftakt für ein großes Abenteuer!

Tortuguero Nationalpark – Das Amazonas-Juwel Costa Ricas

Dank der Zeitverschiebung von acht Stunden war ich schon in den frühen Morgenstunden hellwach – ein glücklicher Zufall, denn unser erstes großes Ziel wartete: der legendäre Tortuguero Nationalpark. Nach einer kurzweiligen Busfahrt und einem stärkenden Frühstück in Guapiles tauchten wir endgültig in eine andere Welt ein. Von Caño Blanco aus ging es nur noch per Boot weiter, tief hinein in das, was zu Recht als „Klein-Amazonien“ bezeichnet wird. Braune, mystische Wasserwege schlängeln sich durch sattgrünen, undurchdringlichen Regenwald. Hier diktiert die Natur den Rhythmus.

Unsere Unterkunft, die Tortuga Lodge, entpuppte sich als eine Oase des Komforts inmitten dieser Wildnis. Die großzügigen Zimmer boten von der privaten Veranda einen Logenplatz mit atemberaubendem Blick auf die Kanäle. Das allgegenwärtige Konzert des Regenwaldes war unser ständiger Begleiter. Als einzige Lodge in Tortuguero besitzt sie ein riesiges privates Naturschutzgebiet, das wir auf kleinen Pfaden erkunden durften – ein unglaubliches Privileg. Nur wenige Tage vor uns hatte eine Gruppe hier sogar einen scheuen Jaguar gesichtet!

Am nächsten Morgen wurden wir nicht von einem Wecker, sondern vom urzeitlichen Ruf der Brüllaffen geweckt – ein unvergesslicher Moment! Kurz darauf begann unser Programm: eine ausgedehnte Bootsfahrt durch die Kanäle des über 300 Quadratkilometer großen Nationalparks. Auf immer schmaleren Wasserwegen glitt unser Boot tiefer in den Dschungel. Wir konnten uns kaum sattsehen an der Vielfalt: unzählige schillernde Vogelarten, majestätische Leguane, verspielte Affen und tiefenentspannte Faultiere. Am Nachmittag besuchten wir das Dorf Tortuguero, eine faszinierende Welt ohne Autos und Asphalt. Hier leben rund 1000 Einheimische und Touristen in einer einzigartigen Symbiose. Ein Ort voller Leben, wo neben bunten Souvenirständen die Wäsche im Wind trocknet und kleine Bars eiskalte Cocktails und frische Kokosnüsse servieren.

Vulkan Arenal & La Fortuna – Abenteuer am Fuße des Giganten

Unsere Reise führte uns weiter zum Vulkan Arenal. Die Fahrt dorthin war dank der hervorragend ausgebauten Straßen nicht nur angenehm, sondern auch ein Panorama-Erlebnis. Unterwegs besuchten wir den Hängebrücken-Park Mistiko. Auf 16 Brücken, davon sechs spektakuläre Hängebrücken, schwebten wir förmlich durch die Baumwipfel und erlebten den Regenwald aus der Perspektive seiner Bewohner.

Der Arenal, ein fast perfekt geformter Vulkankegel von über 1.670 Metern, ist das Wahrzeichen der Region. Obwohl er sich bei unserer Ankunft geheimnisvoll in Wolken hüllte, war seine majestätische Präsenz stets spürbar.

Das Arenal Manoa Resort & Hot Springs liegt ihm quasi zu Füßen. Von jedem Zimmer, vom Pool und vom Restaurant aus genießt man einen Postkartenblick auf den Giganten (wolkenfreies Wetter vorausgesetzt!). Abends in den hoteleigenen heißen Thermalquellen zu entspannen, während über einem die Sterne funkeln, ist pure Magie.

Die Region ist ein El Dorado für Aktivurlauber. Unser persönliches Highlight: Zip-Lining mit AMA Extreme! Nach einer professionellen Sicherheitseinweisung rauschten wir an sieben Seilrutschen (die längste ein ganzer Kilometer!) in atemberaubendem Tempo über die Baumkronen. Der absolute Adrenalinkick war die erste Line, die direkt über den 65 Meter hohen, tosenden La-Fortuna-Wasserfall führte – ein Gefühl von grenzenloser Freiheit! Den Abend ließen wir im pulsierenden Städtchen La Fortuna ausklingen, das mit seinen unzähligen Restaurants, insbesondere exzellenten Steakhäusern, jeden Gaumen verwöhnt.

Manuel Antonio – Wo der Dschungel den Pazifik küsst

Auf dem Weg zur Pazifikküste erwartete uns ein echtes Spektakel: die berühmte „Crocodile Bridge“ über den Rio Tárcoles. Unter uns auf den Sandbänken sonnten sich Dutzende riesige Krokodile – ein Anblick, der Ehrfurcht einflößte. Eine anschließende Bootstour auf dem Fluss brachte uns den Giganten noch näher und offenbarte weitere Schätze wie leuchtend rote Aras und Kapuzineraffen.

Das Parador Resort & SPA, nur wenige Kilometer vom Nationalpark entfernt, thront majestätisch auf einem Hügel über dem Pazifik. Die exquisite, weitläufige Anlage ist ein botanischer Garten für sich. Hier sollte man die Kamera immer bereithalten, denn Tukane, Brüllaffen, Kapuzineraffen und sogar ein Ara-Paar gehören zu den ständigen, tierischen Gästen. Der Service ist erstklassig und lässt keine Wünsche offen.

Am nächsten Morgen erkundeten wir den Manuel-Antonio-Nationalpark. Zurecht einer der beliebtesten Parks der Welt, verbindet er auf einzigartige Weise üppigen Regenwald mit zwei paradiesischen Sandstränden und dem türkisblauen Pazifik. Zwar teilt man sich dieses Erlebnis mit vielen anderen Naturliebhabern, doch die gut ausgebauten Wege und die Chance, Faultiere oder Affen vor der Kulisse des Ozeans zu sehen, machen einen Besuch absolut lohnenswert.

Nationalpark Tenorio & Rio Celeste – Ein magisches Farbenspiel

Die Reise näherte sich dem Ende, doch einige der spektakulärsten Highlights lagen noch vor uns. Eine längere, aber wunderschöne Fahrt brachte uns in den Norden zum Vulkan Tenorio. Der gleichnamige Nationalpark ist einer der jüngsten des Landes und ein wahres Juwel unberührter Natur. Hier erlebte ich Costa Rica in seiner reinsten Form: die volle Dosis Flora und Fauna!

Ich bezog Quartier im Hotel Rio Celeste Hideaway, das sich perfekt in die Umgebung einfügt. Die freistehenden, luxuriösen Bungalows sind im Wald verteilt und boten ein absolutes Highlight: eine private Außendusche! Ein unvergessliches Gefühl, unter freiem Himmel zu duschen, umgeben von den Geräuschen des Dschungels.

Am nächsten Morgen wanderte ich mit einem Guide zum Rio Celeste. Auf dem rund 7 km langen Trail begegneten uns unzählige Tiere, aber kaum andere Menschen. Das Ziel der Wanderung ist ein fast unwirklicher Ort: Am „Meeting of the Waters“ fließen zwei Bäche zusammen. Durch die Vermischung der unterschiedlichen Mineralien entsteht durch ein physikalisches Phänomen (Mie-Streuung) die weltberühmte, leuchtend türkise Farbe des Flusses – ein magisches Schauspiel der Natur.

Der Abend hielt ein weiteres, exklusives Erlebnis bereit: einen Besuch im privaten Reservat Tapir Valley. Hier wird mit unglaublichem Engagement ein Schutzraum für den bedrohten Mittelamerikanischen Tapir geschaffen. Nur 25 Besucher pro Abend dürfen dieses Heiligtum betreten. Dank der per Funk vernetzten Guides liegt die Sichtungswahrscheinlichkeit bei fast 100 % – und auch wir hatten Glück! Nach einer spannenden Suche im Dunkeln stand er plötzlich vor uns: ein Tapir, ein Vertreter einer uralten Säugetiergattung, deren Spuren 14 Millionen Jahre zurückreichen. Ein Moment tiefster Demut vor der Natur.

Nosara & Lagarta Lodge – Der krönende Abschluss an der Pazifikküste

Den krönenden Abschluss meiner Reise fand ich in der Lagarta Lodge auf der Nicoya-Halbinsel. Die spektakuläre Lage, die von Herzen kommende Gastfreundschaft und das fantastische Essen sind kaum in Worte zu fassen. Dieser Ort ist pure Harmonie und Balsam für die Seele. Ich lasse daher die Lodge selbst sprechen, denn treffender kann man es nicht formulieren:

„Das Boutique Hotel Lagarta Lodge in Nosara auf der Nicoya-Halbinsel liegt idyllisch über zwei Flüssen, ausgedehnten Sandstränden und Mangroven an der Pazifikküste von Costa Rica. Die Eco-Lodge grenzt an ein bedeutendes Naturschutzgebiet. In dem Boutique-Hotel mit seiner naturbetonten Eleganz finden Sie die ideale Erholung. Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung sind zentrale Elemente der Philosophie.“

Die weltweite Anerkennung spricht für sich: Bei den Condé Nast Traveler’s Readers‘ Choice Awards 2023 zu einem der besten Resorts in Zentralamerika und 2024 von britischen Reisenden sogar zum drittbesten Resort in Zentral- und Südamerika gewählt, ist diese Lodge ein Garant für unvergessliche Tage.

Mein Fazit: Costa Rica ist nicht nur eine Reise, es ist ein Gefühl. Es ist das „Pura Vida“, das man in jedem Winkel spürt. Eine Reise, die alle Sinne berührt und noch lange nachwirkt.